Die Neurodermitis-Therapie in der Spezialklinik Neukirchen

Die Nachfrage nach alternativen beziehungsweise komplementärmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten bei Allergien ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Gründe dafür sind vielfältig. So spielen unter anderem die (wissenschaftlich begründete) Befürchtung, dass es durch die Langzeitanwendung bestimmter medizinischer Präparate zu ernsthaften Nebenwirkungen kommt, eine große Rolle. Im Falle einer Neurodermitis-Therapie sind hier kortisonhaltige Medikamente, starke Immunsuppressiva oder auch Bestrahlungen zu nennen. Hinzu kommt, dass die Erfolge, die während eines Klinikaufenthalts erreicht wurden, oftmals nicht von langer Dauer sind. Die Folge: Nach wenigen Wochen sind Symptome wie Juckreiz, unerträgliche Schmerzen, Schlafstörungen und psychische Belastungen wieder da und schränken die Betroffenen in ihrem Alltag ein. Komplementärmedizinische Therapien bieten diesen Patient:innen eine wirksame Alternative und können sogar eine langfristige Beschwerdefreiheit erzielen.

 

Als Akutklinik für Allergien, Haut- und Umwelterkrankungen verfolgen wir in Neukirchen einen ganzheitlichen Ansatz in der Neurodermitis-Therapie. Das heißt konkret: Wir schauen uns den Patienten insgesamt an. Dazu gehören sämtliche körperliche Beschwerden, Symptome sowie die Laborwerte, die uns Einblicke in körpereigene Prozesse und Reaktionen, insbesondere die des Immunsystems, erlauben. Oft ─ und das zeigen auch unsere Erfahrungen ─ ist es ein komplexes Zusammenspiel an verschiedenen Faktoren, das verschiedene Krankheitsbilder auslöst, wie zum Beispiel wiederkehrende oder chronische Beschwerden, darunter Allergien oder Hautprobleme wie Neurodermitis oder auch Anfälligkeiten für bestimmte Infekte. Eine Identifizierung der Auslöser durch verschiedene und komplexe Analyseverfahren dieser Indikatoren bildet die Grundlage unserer Therapie.

Umweltbelastungen als wichtige Ursache für Neurodermitis

Neurodermitis hat viele Ursachen. Im ersten Schritt unseres Therapieansatzes gilt es, die individuellen Auslöser der Hautkrankheit zu erkennen, um basierend auf diesen Erkenntnissen eine wirksame Behandlungsstrategie aufzubauen. Dabei ist auch wichtig zu verstehen, was Neurodermitis eigentlich ist: In erster Linie handelt es sich um eine Störung des Immunsystems, welche zu dieser chronisch entzündlichen Hautkrankheit führt. Damit geht eine Herabsetzung der hauteigenen Schutzfunktion einher, so kommt es zu den stark juckenden Ekzemen und der sehr trockenen, empfindlichen Haut. Die Krankheit verläuft in Schüben, das heißt: Beschwerdefreie Phasen wechseln sich mit Phasen ab, in denen die Haut sich schuppt, juckt und sich entzündet. Ein gestörtes, schwaches Immunsystem kann ebenfalls dazu beitragen, dass Betroffene unter starken Schüben leiden.

 

Es gibt drei auslösende Faktoren, die eine wesentliche Rolle bei Neurodermitis spielen. Dazu zählen Allergene, beispielsweise aus Kuhmilch, Hühnerei oder Pollen, zum anderen liegen oft mikrobielle Faktoren vor wie eine Störung der Haut- oder Darmflora. Eine weitere wichtige Ursache, die auch bei der Neurodermitis-Therapie in der Spezialklinik Neukirchen betrachtet wird, sind ständig wachsende Belastungen der Umwelt, die auf uns und das Immunsystem einwirken. Auch die Rolle der Psyche sollte nicht vernachlässigt werden. Zusammenfassend können wir also sagen, dass das Zusammenspiel folgender Faktoren die Entstehung der Neurodermitis begünstigen oder Schübe provozieren:

  • Pollen, (Tier-)Haare, Gräser, Getreide, Staub, Federn, Nahrungsmittel führen zu allergischen Reaktionen und damit auch zu einer erhöhten Infektanfälligkeit der Haut, der Schleimhäute und des Darmes
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die zu Kopfschmerzen, Migräne, Hautausschlägen aller Art und Darmproblemen bis hin zur Atemnot verantwortlich sein können
  • Umweltgifte wie Holzschutzmittel, Autoabgase, Pestizide, Insektizide, Düngemittel, chemische Rückstände und Schwermetallionen aus dem Trinkwasser und aus Amalgamfüllungen sowie Zusatzstoffe aus der Nahrung können sich negativ auf den zellulären Energiestoffwechsel sowie das Immunsystem auswirken.
  • Stress, Konfliktsituationen oder Angstzustände und Ähnliches verstärken unter Umständen die negative Auswirkung auf die neurohormonelle Lage.
  • Mangel an Vitaminen sowie ein Mangel an essenziellen Fett- und Aminosäuren

Um herauszufinden, welche individuelle Ursachen bei unseren Patienten zugrunde liegen, führen wir in unseren klinik-eigenen und externe Labors eine Reihe verschiedener Tests durch. Sie sind Teil unseres aufwendigen Diagnoseverfahrens.

  • mikrobiologische Diagnostik der Haut- und Darmflora
  • ausführliche Untersuchung der Nahrungsmittel- und Inhalationsallergene
  • Auswertung der zellulären Immunfunktion
  • Stoffwechsel- und neurohormonelle Tests
  • Vitamin- und Spurenelemente-Status
  • umweltanalytische Tests

Gemäß unserem ganzheitsmedizinischen, integrativen Konzept sind die Testergebnisse Grundlage für eine individuell auf die Beschwerden jedes einzelnen Patienten abgestimmten Therapiemaßnahme. Dieses umfasst eine genaue Betrachtung der mikrobiellen Flora, des Stoffwechsels, des Immunsystems sowie der Ernährungssituation. Ziel ist es, unseren Patienten und Patientinnen eine langfristige beziehungsweise dauerhafte Beschwerdefreiheit zu ermöglichen. Mit Erfolg: In mehr als 80 Prozent der von unserem Ärzte-Team behandelten Fälle konnte eine nachhaltige (dauerhafte) Verbesserung der auftretenden Beschwerden erreicht werden, die länger als zweieinhalb Jahre hielt.

Behandlung in der Spezialklinik Neukirchen

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